Wissenswertes - FAQ

Warum ist Olivenöl gesund?

"Und mit einem Früchte-tragenden Olivenzweig reinigt sich der Mensch zu vollkommener Gesundheit."
Zitat aus der Aeneis von Vergil

 

Bisher gibt es folgende zugelassene Aussagen der europäischen "Health Claims Verordnung":

1. Zu den Phytosterinen/Phytostanolen:
Phytosterinen/Phytostanolen tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.
Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von mindestens 0,8 g Phytosterinen/Phytostanolen ein.

2. Zu den Olivenöl-Polyphenolen:
Olivenöl-Polyphenole tragen dazu bei die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.
Die Angabe darf nur für Olivenöl verwendet werden, das mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate (z. B. Oleuropein Komplex und Tyrosol) je 20 g Olivenöl enthält.
Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 20 g Olivenöl ein.

3. Ölsäure:
Der Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Ölsäure ist eine ungesättigte Fettsäure.
Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren gemäß der im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 aufgeführten Angabe MIT EINEM HOHEN GEHALT AN UNGESÄTTIGTEN ÖLSÄUREN aufweisen.

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Wie viele Kalorien hat Olivenöl und hilft es mir beim Abnehmen?

Dieses von vielen Ernährungswissenschaftlern empfohlene sehr vielseitig verwendbare wie auch äußerst gesunde Produkt der Natur mit seinem besonders hohen Gehalt - fast 80% - an einfach ungesättigten Fettsäuren wie auch seinen hohen Anteil an Vitamin E eignet sich sowohl für die kalte als auch für die warme Küche. Von der griechischen Küche ist Olivenöl nicht wegzudenken. Es gehört wie der Wein und das Brot zu den drei Fundamenten des griechischen Haushalts.

Was die Kalorien betrifft, so beinhalten 100 ml Olivenöl je nach Olivensorte etwa 851 kcal. Demnach lässt sich in einem einfachen Dreisatz ausrechnen, dass ein Esslöffel Olivenöl (ca. 15ml) 127,7 kcal enthält und ein Teelöffel (ca. 5ml) 42,6.

Jedoch, ob Olivenöl zu Ihrer Diät passt, kann nur individuell beantwortet werden. Dadurch aber, dass Olivenöl den Sättigungseffekt im Körper stark oder stärker fördert als andere Öle und dementsprechend das Hungergefühl später einsetzt, ist es eine gesunde Hilfe beim Abnehmen.

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Welche Olivenölkategorien gibt es?

Anhang VII Teil VIII der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 vom 17. Dezember 2013 mit Wirkung vom 01. Januar 2014 sieht die nachfolgenden Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl und Oliventresteröl vor:

Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl und Oliventresteröl

Die in diesem Teil festgelegten Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl und Oliventresteröl sind bei der Vermarktung der betreffenden Erzeugnisse innerhalb der Europäischen Union und, soweit das mit bindenden internationalen Regelungen vereinbar ist, auch im Handel mit Drittländern verbindlich.

Nur Öle gemäß Nummer 1 Buchstaben a und b, Nummer 3 und Nummer 6 dürfen im Einzelhandel vermarktet werden.

1) NATIVE OLIVENÖLE

Der Ausdruck "Native Olivenöle" bezeichnet Öle, die aus der Frucht des Ölbaumes ausschließlich durch mechanische oder sonstige physikalische Verfahren unter Bedingungen, die nicht zu einer Verschlechterung des Öls führen, gewonnen wurden und die keine andere Behandlung erfahren haben als Waschen, Dekantieren, Zentrifugieren und Filtrieren, ausgenommen Öle, die durch Lösungsmittel, durch chemische oder biochemische Hilfsmittel oder durch Wiederveresterungsverfahren gewonnen wurden, sowie jede Mischung mit Ölen anderer Art.

Native Olivenöle werden ausschließlich in folgende Güteklassen und Bezeichnungen eingeteilt:

a) Natives Olivenöl extra

Der Ausdruck "Natives Olivenöl extra" bezeichnet natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,8g je 100g sowie den sonstigen für diese Kategorie von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 vorgesehenen Merkmalen.

b) Natives Olivenöl

Der Ausdruck "Natives Olivenöl" bezeichnet natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 2g je 100g sowie den sonstigen für diese Kategorie von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 vorgesehenen Merkmalen.

c) Lampantöl

Der Ausdruck "Lampantöl" bezeichnet natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von mehr als 2g je 100g und/oder den sonstigen für diese Kategorie von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 vorgesehenen Merkmalen.

2) RAFFINIERTES OLIVENÖL

Der Ausdruck "Raffiniertes Olivenöl" bezeichnet durch Raffinieren von nativen Olivenölen gewonnenes Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

3) OLIVENÖL - BESTEHEND AUS RAFFINIERTEN OLIVENÖLEN UND NATIVEN OLIVENÖLEN

Der Ausdruck "Olivenöl - bestehend aus raffinierten Olivenölen und nativen Olivenölen" bezeichnet das aus dem Verschnitt von raffiniertem Olivenöl mit nativen Olivenölen, außer Lampantöl, gewonnenen Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 1g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

4) ROHES OLIVENTRESTERÖL

Der Ausdruck "Rohes Oliventresteröl" bezeichnet Öl aus Oliventrester, das durch Behandlung mit Lösungsmitteln oder auf physikalische Weise gewonnen wurde oder das, mit Ausnahme bestimmter Merkmale, Lampantöl entspricht, unter Ausschluss von durch Wiederveresterungsverfahren gewonnenen oder durch Mischung mit Ölen anderer Art gewonnenen Ölen, und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

5) RAFFINIERTES OLIVENTRESTERÖL

Der Ausdruck "Raffiniertes Oliventresteröl" bezeichnet durch Raffinieren von rohem Oliventresteröl gewonnenes Öl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

6) OLIVENTRESTERÖL

Der Ausdruck "Oliventresteröl" bezeichnet das aus dem Verschnitt von raffiniertem Oliventresteröl mit nativen Olivenölen, außer Lampantöl, gewonnene Öl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 1g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

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Was bedeutet 'Kaltextraktion' bzw. 'erste Kaltpressung' auf dem Etikett? 

Die Angabe "Kaltextraktion" bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl bedeutet, dass das Öl durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei höchstens 27°C gewonnen wurde.

Die Angabe "erste Kaltpressung" bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl bedeutet, dass das Öl durch die erste mechanische Pressung der Olivenmasse bei höchstens 27°C in einem traditionellen Extraktionssystem mit hydraulischer Presse gewonnen wurde.

Laut Artikel 5a und 5b der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 29/2012 vom 13. Januar 2012 sind die Angaben "erste Kaltpressung" und "Kaltextraktion" bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl nur zulässig, wenn die beiden hier aufgeführten Olivenöle bis zu der oben angegebenen Temperatur gewonnen wurden.

Dennoch sollte man nicht immer gleich davon ausgehen, dass ein kalt gepresstes oder auch kalt extrahiertes Olivenöl auch gleichzeitig ein Öl höchster Qualität sein muss. Sollten z.B. mangelhafte Oliven kalt gepresst worden sein, so ist das Öl zwar immer noch ein kalt gepresstes bzw. kalt extrahiertes, jedoch wird die Qualität, eben durch den schlechten Zustand der Oliven, auch gleichermaßen schlecht ausfallen.

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Muss ein extra natives Olivenöl mit 'erster Pressung' deklariert sein?

Viele Konsumenten sind der Annahme, dass ein mit 'erster Pressung' deklariertes Olivenöl auch gleichzeitig ein Öl der Spitzenklasse ist. Es gibt aber für die Herstellung eines extra nativen Olivenöls keine zweite Pressung: Demnach klingt ein mit 'aus erster Pressung' bezeichnetes extra natives Olivenöl zumindest nicht unglaubhaft; kann aber als irreführend und folglich als überflüssig betrachtet werden.

Früher, als die Ölpressen noch mit Tierkraft oder per Hand betrieben wurden, gab es tatsächlich noch eine zweite Pressung; oft mithilfe warmen bzw. heißen Wassers, um die Restgewinnung von Olivenöl zu ermöglichen. Begriffe wie 'aus erster Pressung' werden dennoch als Qualitätsmerkmal missverstanden und stammen wohl noch aus dieser alten Zeit.

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Wie sind die verschiedenen Preisunterschiede im Olivenöl zu verstehen?

Olivenöl ist nicht immer gleich Olivenöl wie Honig nicht immer gleich Honig oder Wein nicht immer gleich Wein ist. Das gleiche gilt für weitere Produkte.

Was die verschiedenen Faktoren bezüglich der Qualität des Olivenöls betrifft, haben wir sie in der Rubrik "Herstellung" bereits aufgeführt.

Was die Kosten für das Olivenöl angeht, so sind sie für einen Olivenbauern, von der intensiven Feld- und Baumpflege bis zur mühsamen Handarbeit bei der Ernte, hoch. Auch Gerätschaften, Olivennetze, Leinen- oder Jutesäcke wie auch die Pressung der Oliven in der Mühle sind ebenfalls mit Kosten verbunden.

"Die Olive braucht Hände" sagen wir im Dorf und meinen damit, dass genügend Personal vorhanden sein muss, damit auch alles reibungslos und vor allem bei der Ernte zeitgemäß klappt. Und das Personal muss bezahlt und verpflegt werden können - die Verpflegung wird traditionell nicht zu den Unkosten berechnet, eher zu einer Selbstverständlichkeit, da man sein Olivenhain als sein Zuhause betrachtet -.

Neben der sorgfältigen Vorbereitung auf die Ernte sowie die Erntemethode an sich wird der Preis auch durch die Absatzmenge beeinflusst.

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Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Sehr oft wird gutes, hochqualitatives Olivenöl mit einem edlen Weintropfen verglichen. Im Gegensatz zum Wein, welcher mit dem Alter an Reife zunimmt, verliert Olivenöl mit der Zeit seine anfängliche Schärfe, da sich die als Antioxidantien wirkenden Polyphenole im Olivenöl verändern.
Experten gehen bei Olivenöl von einer maximalen Haltbarkeit von 18 Monaten aus; jedoch hängt es stark von den Aufbewahrungsbedingungen bzw. der Qualität ab. In der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass hochwertige Olivenöle, wie Liberis Olivenöl, bei richtiger Lagerung länger halten und geschmacklich auch länger stabil bleiben.

Minderwertige Olivenöle können schon nach wenigen Monaten umkippen und Ranznoten aufweisen.

Fazit: Je ungewisser der Inhalt, umso fragiler kann auch die Haltbarkeit sein.

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Wie lagere ich mein Olivenöl am besten?

In jedem Fall sollte man Olivenöl vor Sonnenstrahlung schützen, da Olivenöl sehr licht- und wärmeempfindlich ist. Dazu eignen sich dunkle Flaschen oder auch lichtundurchlässige Behälter. Diese rostbeständigen Edelstahlbehälter sollten luftdicht verschlossen sein und vor eventueller Wiederbenutzung restlos gesäubert sein. Durchsichtige Flaschen sind dagegen keine Empfehlung.

Wegen der Hitzeempfindlichkeit des Olivenöls sollte die Temperatur der Lagerung zwischen 14 und 20°C betragen. Dazu eignen sich z.B. Kellerräume ganz gut. Angebrochene Flaschen für den täglichen Gebrauch lassen sich bei normaler Zimmertemperatur gut aufbewahren.

Generell lässt sich sagen, dass Hitze, Licht und Sauerstoff zu den drei größten Feinden des Olivenöls zählen, denn sie beeinflussen seinen Geschmack sowie seinen Gehalt an Nährstoffen.

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Sollte man Olivenöl im Kühlschrank aufbewahren?

Olivenöl kann man durchaus im Kühlschrank aufbewahren aber es ist nicht notwendig, da es nicht zu einer längeren Haltbarkeit führt. Bei einer Kühlschranktemperatur oder bei einer Temperatur von etwa 6°C kann es flockig werden und lässt sich schwieriger dosieren. Dieses Flockige hat jedoch keinen Einfluss auf den Geschmack wie auch auf die Qualität des Olivenöls. Lässt man es für eine gewisse Zeit bei Zimmertemperatur stehen, so verschwinden die Flocken und das Olivenöl kann wieder normal, also ohne Beeinträchtigung des Geschmacks, gebraucht werden.

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Wo bekommt man das beste Olivenöl?

Griechenland ist nach Spanien und Italien weltweit das drittgrößte Olivenölproduzierende Land und für uns zweifellos die Quelle des vortrefflichen Olivenöls; und zwar durchweg vom äußersten Norden bis hin nach Kreta und den anderen Inseln.

Jede Region, jedes Dorf des Landes ist davon überzeugt, sich an der Quelle des besten Olivenöls und bester regionaler Köstlichkeit zu befinden und jeder hat, auf seine Art, recht. Die optimale Bodenbeschaffenheit, die geografische Lage und das Klima Griechenlands spielen dabei die eine große Rolle. Eine andere, ebenso wichtige Rolle spielen die Menschen mit ihrer angeborenen Verbundenheit und Liebe zur landschaftlichen, kulturellen wie auch kulinarischen Schönheit ihrer besonderen Heimat.

Für uns jedenfalls ist es ein Anreiz, Sie nicht nur von der kulinarischen Schönheit Messeniens zu überzeugen, sondern auch über dessen Grenzen hinaus ...

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Warum haben viele ältere Koroneiki-Olivenbäume einen hohen Stamm?

Früher, als es noch keine Infrastruktur gab und die Dörfer noch weitgehend von der Stadt oder der größeren Ortschaft abgeschnitten waren, ernährte man sich von dem, was der Boden und die Tiere einem hergaben. Jede Familie hatte ihre Nutztiere und vor allem Ziegen und Schafe. Täglich musste man die Tiere auf die Weide bringen oder nahm sie mit zu seinen Arbeiten aufs Feld. Damit nun die grasenden Tiere nicht an den herunterhängenden Olivenzweigen knabbern konnten und Schaden anrichten, setzte man die Bäume höher an. Bei jüngeren Bäumen wird dies heutzutage nicht angewendet, da es mit mehr Arbeitsaufwand verbunden wäre. 

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Was kann die Olivenernte verzögern?

Vorweg etwas zur Geschichte der Olivenernte: Die selbst gewebten und aneinander genähten Leinenplanen, die unsere Großeltern und deren Eltern noch unter die Olivenbäume auslegten und diese Planen, sollten sie Feuchtigkeit aufgenommen haben, kaum zu bewegen waren, sind mittlerweile gänzlich durch leichtere, größere und sehr stabile feinmaschige Netze ersetzt worden. Die teils über drei Meter langen Holzstäbe, mit denen wir früher mühevoll die Oliven vom Baum abschlugen und aufpassen mussten, den Ast oder Zweig im richtigen Winkel zu treffen, um ihn nicht zu verletzen, sind nahezu durch batteriebetriebene Ernte-Rechen oder pneumatische Ernte-Kämme ersetzt. All diese Veränderungen tragen sehr dazu bei, die Ernte zu beschleunigen und die Arbeiten effektiver zu gestalten, ohne dabei diese traditionelle Ernteweise von Hand zu verändern.

Zur optimalen Vorbereitung auf die Ernte und bei der Ernte selbst ist das fachkundige Personal ebenso entscheidend wie die Erntegeräte. Auch die Anzahl des Personals spielt eine große Rolle, denn eine Person mehr kann die Ernte, und je nach Anzahl und Größe der Olivenbäume, um ein paar Tage verkürzen.

Was jedoch nicht beeinflussbar ist und die Ernte verzögert, sind die Witterungsverhältnisse. In unserer Region ist es der Regen und seltener der Hagel. Die Temperatur im Winter kann bei uns zwar auf einstellige Zahlen fallen, jedoch bleibt sie weitgehend über der Nullgrenze.

Bei Regen wird nicht geerntet, da die Oliven trocken geerntet werden müssen. Außerdem besteht hohe Rutschgefahr, auf einen nassen Ölbaum zu steigen und sich darin zu bewegen. Unsere Eltern haben uns diesbezüglich beigebracht, der Baum würde verletzt, wenn er bei nassem Zustand bearbeitet würde.

Warum ist Olivenöl gesund? "Und mit einem Früchte-tragenden Olivenzweig reinigt sich der Mensch zu vollkommener Gesundheit." Zitat aus der Aeneis von Vergil   Bisher gibt es... mehr erfahren »
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Warum ist Olivenöl gesund?

"Und mit einem Früchte-tragenden Olivenzweig reinigt sich der Mensch zu vollkommener Gesundheit."
Zitat aus der Aeneis von Vergil

 

Bisher gibt es folgende zugelassene Aussagen der europäischen "Health Claims Verordnung":

1. Zu den Phytosterinen/Phytostanolen:
Phytosterinen/Phytostanolen tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.
Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von mindestens 0,8 g Phytosterinen/Phytostanolen ein.

2. Zu den Olivenöl-Polyphenolen:
Olivenöl-Polyphenole tragen dazu bei die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.
Die Angabe darf nur für Olivenöl verwendet werden, das mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate (z. B. Oleuropein Komplex und Tyrosol) je 20 g Olivenöl enthält.
Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 20 g Olivenöl ein.

3. Ölsäure:
Der Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Ölsäure ist eine ungesättigte Fettsäure.
Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren gemäß der im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 aufgeführten Angabe MIT EINEM HOHEN GEHALT AN UNGESÄTTIGTEN ÖLSÄUREN aufweisen.

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Wie viele Kalorien hat Olivenöl und hilft es mir beim Abnehmen?

Dieses von vielen Ernährungswissenschaftlern empfohlene sehr vielseitig verwendbare wie auch äußerst gesunde Produkt der Natur mit seinem besonders hohen Gehalt - fast 80% - an einfach ungesättigten Fettsäuren wie auch seinen hohen Anteil an Vitamin E eignet sich sowohl für die kalte als auch für die warme Küche. Von der griechischen Küche ist Olivenöl nicht wegzudenken. Es gehört wie der Wein und das Brot zu den drei Fundamenten des griechischen Haushalts.

Was die Kalorien betrifft, so beinhalten 100 ml Olivenöl je nach Olivensorte etwa 851 kcal. Demnach lässt sich in einem einfachen Dreisatz ausrechnen, dass ein Esslöffel Olivenöl (ca. 15ml) 127,7 kcal enthält und ein Teelöffel (ca. 5ml) 42,6.

Jedoch, ob Olivenöl zu Ihrer Diät passt, kann nur individuell beantwortet werden. Dadurch aber, dass Olivenöl den Sättigungseffekt im Körper stark oder stärker fördert als andere Öle und dementsprechend das Hungergefühl später einsetzt, ist es eine gesunde Hilfe beim Abnehmen.

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Welche Olivenölkategorien gibt es?

Anhang VII Teil VIII der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 vom 17. Dezember 2013 mit Wirkung vom 01. Januar 2014 sieht die nachfolgenden Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl und Oliventresteröl vor:

Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl und Oliventresteröl

Die in diesem Teil festgelegten Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl und Oliventresteröl sind bei der Vermarktung der betreffenden Erzeugnisse innerhalb der Europäischen Union und, soweit das mit bindenden internationalen Regelungen vereinbar ist, auch im Handel mit Drittländern verbindlich.

Nur Öle gemäß Nummer 1 Buchstaben a und b, Nummer 3 und Nummer 6 dürfen im Einzelhandel vermarktet werden.

1) NATIVE OLIVENÖLE

Der Ausdruck "Native Olivenöle" bezeichnet Öle, die aus der Frucht des Ölbaumes ausschließlich durch mechanische oder sonstige physikalische Verfahren unter Bedingungen, die nicht zu einer Verschlechterung des Öls führen, gewonnen wurden und die keine andere Behandlung erfahren haben als Waschen, Dekantieren, Zentrifugieren und Filtrieren, ausgenommen Öle, die durch Lösungsmittel, durch chemische oder biochemische Hilfsmittel oder durch Wiederveresterungsverfahren gewonnen wurden, sowie jede Mischung mit Ölen anderer Art.

Native Olivenöle werden ausschließlich in folgende Güteklassen und Bezeichnungen eingeteilt:

a) Natives Olivenöl extra

Der Ausdruck "Natives Olivenöl extra" bezeichnet natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,8g je 100g sowie den sonstigen für diese Kategorie von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 vorgesehenen Merkmalen.

b) Natives Olivenöl

Der Ausdruck "Natives Olivenöl" bezeichnet natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 2g je 100g sowie den sonstigen für diese Kategorie von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 vorgesehenen Merkmalen.

c) Lampantöl

Der Ausdruck "Lampantöl" bezeichnet natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von mehr als 2g je 100g und/oder den sonstigen für diese Kategorie von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 vorgesehenen Merkmalen.

2) RAFFINIERTES OLIVENÖL

Der Ausdruck "Raffiniertes Olivenöl" bezeichnet durch Raffinieren von nativen Olivenölen gewonnenes Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

3) OLIVENÖL - BESTEHEND AUS RAFFINIERTEN OLIVENÖLEN UND NATIVEN OLIVENÖLEN

Der Ausdruck "Olivenöl - bestehend aus raffinierten Olivenölen und nativen Olivenölen" bezeichnet das aus dem Verschnitt von raffiniertem Olivenöl mit nativen Olivenölen, außer Lampantöl, gewonnenen Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 1g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

4) ROHES OLIVENTRESTERÖL

Der Ausdruck "Rohes Oliventresteröl" bezeichnet Öl aus Oliventrester, das durch Behandlung mit Lösungsmitteln oder auf physikalische Weise gewonnen wurde oder das, mit Ausnahme bestimmter Merkmale, Lampantöl entspricht, unter Ausschluss von durch Wiederveresterungsverfahren gewonnenen oder durch Mischung mit Ölen anderer Art gewonnenen Ölen, und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

5) RAFFINIERTES OLIVENTRESTERÖL

Der Ausdruck "Raffiniertes Oliventresteröl" bezeichnet durch Raffinieren von rohem Oliventresteröl gewonnenes Öl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

6) OLIVENTRESTERÖL

Der Ausdruck "Oliventresteröl" bezeichnet das aus dem Verschnitt von raffiniertem Oliventresteröl mit nativen Olivenölen, außer Lampantöl, gewonnene Öl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 1g je 100g und deren sonstige Merkmale denjenigen entsprechen, die von der Kommission gemäß Artikel 75 Absatz 2 für diese Kategorie festgelegt werden.

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Was bedeutet 'Kaltextraktion' bzw. 'erste Kaltpressung' auf dem Etikett? 

Die Angabe "Kaltextraktion" bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl bedeutet, dass das Öl durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei höchstens 27°C gewonnen wurde.

Die Angabe "erste Kaltpressung" bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl bedeutet, dass das Öl durch die erste mechanische Pressung der Olivenmasse bei höchstens 27°C in einem traditionellen Extraktionssystem mit hydraulischer Presse gewonnen wurde.

Laut Artikel 5a und 5b der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 29/2012 vom 13. Januar 2012 sind die Angaben "erste Kaltpressung" und "Kaltextraktion" bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl nur zulässig, wenn die beiden hier aufgeführten Olivenöle bis zu der oben angegebenen Temperatur gewonnen wurden.

Dennoch sollte man nicht immer gleich davon ausgehen, dass ein kalt gepresstes oder auch kalt extrahiertes Olivenöl auch gleichzeitig ein Öl höchster Qualität sein muss. Sollten z.B. mangelhafte Oliven kalt gepresst worden sein, so ist das Öl zwar immer noch ein kalt gepresstes bzw. kalt extrahiertes, jedoch wird die Qualität, eben durch den schlechten Zustand der Oliven, auch gleichermaßen schlecht ausfallen.

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Muss ein extra natives Olivenöl mit 'erster Pressung' deklariert sein?

Viele Konsumenten sind der Annahme, dass ein mit 'erster Pressung' deklariertes Olivenöl auch gleichzeitig ein Öl der Spitzenklasse ist. Es gibt aber für die Herstellung eines extra nativen Olivenöls keine zweite Pressung: Demnach klingt ein mit 'aus erster Pressung' bezeichnetes extra natives Olivenöl zumindest nicht unglaubhaft; kann aber als irreführend und folglich als überflüssig betrachtet werden.

Früher, als die Ölpressen noch mit Tierkraft oder per Hand betrieben wurden, gab es tatsächlich noch eine zweite Pressung; oft mithilfe warmen bzw. heißen Wassers, um die Restgewinnung von Olivenöl zu ermöglichen. Begriffe wie 'aus erster Pressung' werden dennoch als Qualitätsmerkmal missverstanden und stammen wohl noch aus dieser alten Zeit.

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Wie sind die verschiedenen Preisunterschiede im Olivenöl zu verstehen?

Olivenöl ist nicht immer gleich Olivenöl wie Honig nicht immer gleich Honig oder Wein nicht immer gleich Wein ist. Das gleiche gilt für weitere Produkte.

Was die verschiedenen Faktoren bezüglich der Qualität des Olivenöls betrifft, haben wir sie in der Rubrik "Herstellung" bereits aufgeführt.

Was die Kosten für das Olivenöl angeht, so sind sie für einen Olivenbauern, von der intensiven Feld- und Baumpflege bis zur mühsamen Handarbeit bei der Ernte, hoch. Auch Gerätschaften, Olivennetze, Leinen- oder Jutesäcke wie auch die Pressung der Oliven in der Mühle sind ebenfalls mit Kosten verbunden.

"Die Olive braucht Hände" sagen wir im Dorf und meinen damit, dass genügend Personal vorhanden sein muss, damit auch alles reibungslos und vor allem bei der Ernte zeitgemäß klappt. Und das Personal muss bezahlt und verpflegt werden können - die Verpflegung wird traditionell nicht zu den Unkosten berechnet, eher zu einer Selbstverständlichkeit, da man sein Olivenhain als sein Zuhause betrachtet -.

Neben der sorgfältigen Vorbereitung auf die Ernte sowie die Erntemethode an sich wird der Preis auch durch die Absatzmenge beeinflusst.

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Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Sehr oft wird gutes, hochqualitatives Olivenöl mit einem edlen Weintropfen verglichen. Im Gegensatz zum Wein, welcher mit dem Alter an Reife zunimmt, verliert Olivenöl mit der Zeit seine anfängliche Schärfe, da sich die als Antioxidantien wirkenden Polyphenole im Olivenöl verändern.
Experten gehen bei Olivenöl von einer maximalen Haltbarkeit von 18 Monaten aus; jedoch hängt es stark von den Aufbewahrungsbedingungen bzw. der Qualität ab. In der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass hochwertige Olivenöle, wie Liberis Olivenöl, bei richtiger Lagerung länger halten und geschmacklich auch länger stabil bleiben.

Minderwertige Olivenöle können schon nach wenigen Monaten umkippen und Ranznoten aufweisen.

Fazit: Je ungewisser der Inhalt, umso fragiler kann auch die Haltbarkeit sein.

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Wie lagere ich mein Olivenöl am besten?

In jedem Fall sollte man Olivenöl vor Sonnenstrahlung schützen, da Olivenöl sehr licht- und wärmeempfindlich ist. Dazu eignen sich dunkle Flaschen oder auch lichtundurchlässige Behälter. Diese rostbeständigen Edelstahlbehälter sollten luftdicht verschlossen sein und vor eventueller Wiederbenutzung restlos gesäubert sein. Durchsichtige Flaschen sind dagegen keine Empfehlung.

Wegen der Hitzeempfindlichkeit des Olivenöls sollte die Temperatur der Lagerung zwischen 14 und 20°C betragen. Dazu eignen sich z.B. Kellerräume ganz gut. Angebrochene Flaschen für den täglichen Gebrauch lassen sich bei normaler Zimmertemperatur gut aufbewahren.

Generell lässt sich sagen, dass Hitze, Licht und Sauerstoff zu den drei größten Feinden des Olivenöls zählen, denn sie beeinflussen seinen Geschmack sowie seinen Gehalt an Nährstoffen.

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Sollte man Olivenöl im Kühlschrank aufbewahren?

Olivenöl kann man durchaus im Kühlschrank aufbewahren aber es ist nicht notwendig, da es nicht zu einer längeren Haltbarkeit führt. Bei einer Kühlschranktemperatur oder bei einer Temperatur von etwa 6°C kann es flockig werden und lässt sich schwieriger dosieren. Dieses Flockige hat jedoch keinen Einfluss auf den Geschmack wie auch auf die Qualität des Olivenöls. Lässt man es für eine gewisse Zeit bei Zimmertemperatur stehen, so verschwinden die Flocken und das Olivenöl kann wieder normal, also ohne Beeinträchtigung des Geschmacks, gebraucht werden.

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Wo bekommt man das beste Olivenöl?

Griechenland ist nach Spanien und Italien weltweit das drittgrößte Olivenölproduzierende Land und für uns zweifellos die Quelle des vortrefflichen Olivenöls; und zwar durchweg vom äußersten Norden bis hin nach Kreta und den anderen Inseln.

Jede Region, jedes Dorf des Landes ist davon überzeugt, sich an der Quelle des besten Olivenöls und bester regionaler Köstlichkeit zu befinden und jeder hat, auf seine Art, recht. Die optimale Bodenbeschaffenheit, die geografische Lage und das Klima Griechenlands spielen dabei die eine große Rolle. Eine andere, ebenso wichtige Rolle spielen die Menschen mit ihrer angeborenen Verbundenheit und Liebe zur landschaftlichen, kulturellen wie auch kulinarischen Schönheit ihrer besonderen Heimat.

Für uns jedenfalls ist es ein Anreiz, Sie nicht nur von der kulinarischen Schönheit Messeniens zu überzeugen, sondern auch über dessen Grenzen hinaus ...

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Warum haben viele ältere Koroneiki-Olivenbäume einen hohen Stamm?

Früher, als es noch keine Infrastruktur gab und die Dörfer noch weitgehend von der Stadt oder der größeren Ortschaft abgeschnitten waren, ernährte man sich von dem, was der Boden und die Tiere einem hergaben. Jede Familie hatte ihre Nutztiere und vor allem Ziegen und Schafe. Täglich musste man die Tiere auf die Weide bringen oder nahm sie mit zu seinen Arbeiten aufs Feld. Damit nun die grasenden Tiere nicht an den herunterhängenden Olivenzweigen knabbern konnten und Schaden anrichten, setzte man die Bäume höher an. Bei jüngeren Bäumen wird dies heutzutage nicht angewendet, da es mit mehr Arbeitsaufwand verbunden wäre. 

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Was kann die Olivenernte verzögern?

Vorweg etwas zur Geschichte der Olivenernte: Die selbst gewebten und aneinander genähten Leinenplanen, die unsere Großeltern und deren Eltern noch unter die Olivenbäume auslegten und diese Planen, sollten sie Feuchtigkeit aufgenommen haben, kaum zu bewegen waren, sind mittlerweile gänzlich durch leichtere, größere und sehr stabile feinmaschige Netze ersetzt worden. Die teils über drei Meter langen Holzstäbe, mit denen wir früher mühevoll die Oliven vom Baum abschlugen und aufpassen mussten, den Ast oder Zweig im richtigen Winkel zu treffen, um ihn nicht zu verletzen, sind nahezu durch batteriebetriebene Ernte-Rechen oder pneumatische Ernte-Kämme ersetzt. All diese Veränderungen tragen sehr dazu bei, die Ernte zu beschleunigen und die Arbeiten effektiver zu gestalten, ohne dabei diese traditionelle Ernteweise von Hand zu verändern.

Zur optimalen Vorbereitung auf die Ernte und bei der Ernte selbst ist das fachkundige Personal ebenso entscheidend wie die Erntegeräte. Auch die Anzahl des Personals spielt eine große Rolle, denn eine Person mehr kann die Ernte, und je nach Anzahl und Größe der Olivenbäume, um ein paar Tage verkürzen.

Was jedoch nicht beeinflussbar ist und die Ernte verzögert, sind die Witterungsverhältnisse. In unserer Region ist es der Regen und seltener der Hagel. Die Temperatur im Winter kann bei uns zwar auf einstellige Zahlen fallen, jedoch bleibt sie weitgehend über der Nullgrenze.

Bei Regen wird nicht geerntet, da die Oliven trocken geerntet werden müssen. Außerdem besteht hohe Rutschgefahr, auf einen nassen Ölbaum zu steigen und sich darin zu bewegen. Unsere Eltern haben uns diesbezüglich beigebracht, der Baum würde verletzt, wenn er bei nassem Zustand bearbeitet würde.

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